Jahresbericht 2022-2024

14 — STUDIUM, LEHRE UND BERUFSAUSBILDUNG Reformen und Neuerungen im Studienangebot In der Ziel- und Leistungsvereinbarung zwischen der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft für die Jahre 2021 bis 2025 ist festgelegt, dass das Lehramtsstudium für die Sekundarstufen I und II überarbeitet und um Inhalte in den Bereichen Inklusion, Multiprofessionalität und digitale Lernkultur erweitert werden soll. Flankierend ist die Einrichtung neuer Professuren in diesen Bereichen vorgesehen. Weiterhin soll das Lehramtsstudium Regelschule (Sekundarstufe I) im Umfang dem Lehramtsstudium Gymnasium angepasst und somit von bisher 270 ECTS und 9 Semestern auf 300 ECTS und 10 Semestern erhöht werden (nachfolgend als „Regelschule 300“ bezeichnet), was universitätsweit mit der Überarbeitung von 16 Studiengängen der Abschlüsse für Sekundarstufe I und 22 Studiengängen der Abschlüsse Sekundarstufe II einhergeht. Für die CGF bedeutete dies eine Überarbeitung der Curricula ihrer vier grundständigen Lehramtsstudiengänge (Chemie und Geographie für Regelschule und Gymnasium). Die Anpassungen erfolgten schrittweise: Zunächst wurden 2022 die Studiengänge für das Lehramt an Regelschulen überarbeitet, 2024 folgten die Studiengänge für das Lehramt an Gymnasien. Damit konnten die neuen Inhalte zu Inklusion, Multiprofessionalität und digitaler Lernkultur in allen Lehramtsstudiengängen verankert werden. Zum Wintersemester 2024/25 erfolgten erstmals Immatrikulationen in das reformierte Lehramtsstudium „Regelschule 300“. Die Studierendenzahlen bewegten sich dabei jedoch weiterhin auf einem ähnlichen niedrigen Niveau wie in den bisherigen Lehramtsstudiengängen, sodass die mit der Reform angestrebte Steigerung der Immatrikulationszahlen bislang noch nicht erreicht werden konnte. Aus den 2021 getroffenen Handlungsempfehlungen der Studienkommission (siehe Fakultätsbericht 2019-2021) erfolgte in den Jahren 20212023 die Überarbeitung der Studiengänge M.Sc. Chemie-Energie-Umwelt und Chemistry of Materials, jeweils verbunden mit einer Neufassung der Studienordnung. Der Masterstudiengang Chemie-EnergieUmwelt wurde im Rahmen der Handlungsempfehlungen der Studienkommission (siehe Fakultätsbericht 2019-2021) bis 2023 überarbeitet. Basierend auf einer Zwischenbilanzbefragung wurden verschiedene Anpassungen vorgenommen. Im ersten Semester ermöglichen künftig neue Anpassungsmodule eine flexiblere Gestaltung je nach Bachelorabschluss. Die Lehrstruktur wurde optimiert, indem Praktika und Exkursionen umverteilt und kleinere Pflichtmodule reduziert wurden, um die Belastung im zweiten Semester zu verringern. Zudem wurde der Prüfungsumfang angepasst, unter anderem durch eine veränderte ECTS-Verteilung und der Integration eines Fachvortrags während der letzten beiden Monate der Anfertigung der Masterarbeit. Zur Förderung überfachlicher Kompetenzen wurden ein Modul zum Thema Datenmanagement importiert sowie die Möglichkeit geschaffen, zusätzliche Schlüsselqualifikationen aus dem universitätsweiten Curriculum im Umfang von 5 ECTS zu erwerben. Im Zuge der Internationalisierung wurde eine Kooperation mit der Universität Nantes initiiert. Die genannten Maßnahmen sollen zu einer verbesserten Studierbarkeit und einer individuelleren Gestaltung des Studienverlaufs beitragen. Immatrikulationen in den reformierten Studiengang erfolgten erstmals zum Wintersemester 2023/24. Die Evaluierung des englischsprachigen Masterstudiengangs Chemistry of Materials wurde im Rahmen der Zielvereinbarung zwischen Präsidium und Fakultät zur Qualitätssicherung 2019 beschlossen. Basierend auf Erfahrungen aus dem Lehrbetrieb und des Studierendenfeedbacks wurden Anpassungen vorgenommen. Wichtige Änderungen umfassen den Wegfall der Anpassungsmodule im ersten Semester zugunsten von vier Pflichtmodulen: ein Modul zur Physikalischen Chemie, ein Modul zur Materialchemie, ein Modul als Laborpraktikum zur Synthetisierung und Charakterisierung sowie ein Modul zum Spracherwerb, vorzugsweise der Sprache Deutsch. Wahlpflichtmodule wurden zeitlich umstrukturiert und im Gesamtumfang von 5 auf 15 ECTS erhöht. Die bisherigen zwei Projektmodule wurden durch ein individuelles Forschungspraktikum ersetzt. Zudem erfolgt die Verteidigung der Masterarbeit nun innerhalb der letzten zwei Monate der Anfertigung als Fachvortrag, um Studienzeitverzögerungen zu vermeiden. Die Zulassungsbedingungen zum Studiengang wurden insoweit verschärft, als künftig ein Bachelorabschluss mit der Note 1,9 oder besser erforderlich ist. Immatrikulationen in den reformierten Studiengang erfolgen seit dem Wintersemester 2023/24. Im Masterstudiengang Chemische Biologie wurden die Modulbeschreibungen überarbeitet. Darüber hinaus wurden eigens für den StudienStudiengangentwicklung und Qualitätssicherung

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