30 — FORSCHUNG Meldung vom 6.12.2024: → www.uni-jena.de/289080 Eine Studie aus dem Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ zeigt, wie die Grünalge Chlamydomonas reinhardtii unter natürlichen Bedingungen ihre Gestalt und ihren Stoffwechsel ohne Veränderung des Genoms anpassen kann. Die Erkenntnisse könnten langfristig in der Biotechnologie Anwendung finden, z.B. in der Produktion nachhaltiger Biokraftstoffe. Neben einem Botanik-Team um Trang Vuong und Prateek Shetty (Foto v.l.) waren u.a. Jürgen Popp, Pierre Stallforth und Michael Schmitt beteiligt. New Phytologist, DOI: 10.1111/nph.20299 Interdisziplinäre Forschung enthüllt Anpassungsmechanismen von Mikroalgen Foto: Maria Mittag Ein Jenaer Forschungsteam um Georg Pohnert und Yun Deng hat einen bislang unbekannten Verjüngungsmechanismus bei Einzellern entdeckt. Das Team untersuchte einzellige Mikroalgen, die in den Ozeanen als Grundlage der Nahrungsketten dienen. Der Mechanismus ermöglicht es alten Zellen, sich zu verjüngen und wieder zu teilen, nachdem sie in nährstoffreiche Gebiete gelangen. Die Ergebnisse der Studie könnten weitreichende Konsequenzen für das Verständnis der Zellalterung und -regeneration in marinen Ökosystemen haben. Nature Microbiology DOI: 10.1038/s41564-024-01746-2 Meldung vom 25.8.2024: → www.uni-jena.de/264671; siehe auch S. 67 Forever young Foto: S. Bollendorff, Fondation Tara Océan Grundlegendes Wissen für nachhaltige Energie Meldung vom 10.9.2024: → www.uni-jena.de/269390 Forschende des SFB CataLight haben einen innovativen Ansatz entwickelt, um die Eigenschaften von Lichtabsorbierenden Materialien, sogenannten Chromophoren, gezielt zu beeinflussen. Das Team um Benjamin DietzekIvanšić konnte zeigen, dass die Eigenschaften von speziellen Eisenverbindungen, die Licht aufnehmen, durch kleine Veränderungen in ihrer chemischen Struktur beeinflusst werden können. Diese Erkenntnisse bieten vielversprechende Anwendungsperspektiven für nachhaltige Technologien. Journal of the American Chemical Society , DOI: 10.1021/jacs.4c00552 Foto: Sven Döring/Leibniz-IPHT Wegweisend für die Diagnostik Meldung vom 27.11.2024: → www.uni-jena.de/287408; siehe auch S. 117 Ein Team um Andrey Turchanin (Foto) hat mit Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Medizin einen Biosensor auf Graphen-Basis entwickelt. Die Forschenden haben auf das Graphen eine molekulare Kohlenstoffmembran aufgebracht, mit der sich Graphen störungsfrei funktionalisieren lässt. Als Fängermoleküle statteten sie die chemisch aktive funktionale Gruppe auf der Membran mit künstlich produzierten Aptameren aus. Mit ihrer Methode konnte das Team Chemokine detektieren – eine für die Diagnose von Krankheiten wichtige Proteingruppe. Advanced Materials, DOI: 10.1002/adma.202407487 Foto: Nicole Nerger/Uni Jena
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