rungsprozesse in Studium und Lehre. Zu den wesentlichen Neuerungen gehören die Einführung von Qualitätssicherungsforen sowie der Beginn periodischer Studiengangreviews. An der CGF stellen insbesondere die regelmäßigen Studiengangreviews sicher, dass die Studienangebote dynamisch an den aktuellen Stand der Wissenschaft und die Bedürfnisse der Studierenden angepasst werden. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass die Studiengänge sowohl den höchsten wissenschaftlichen Standards entsprechen als auch mit Blick auf die fachspezifischen Arbeitsmärkte relevant bleiben. Das Qualitätssicherungskonzept fördert zudem durch die Qualitätssicherungsforen eine Kultur der Qualität innerhalb der Fakultät, die auf Transparenz, aktiver Teilhabe aller Beteiligten und Verantwortlichkeit basiert. Qualitätssicherungsforen Die Qualitätssicherungsforen schließen verschiedene Formen der Zusammenkunft zwischen Lehrenden und Studierenden ein, die der kontinuierlichen Reflexion der Studiengänge dienen. Dabei sind Ergebnisse der mindestens einmal jährlich stattfindenden Treffen in Kurzprotokollen zu dokumentieren und allen Studierenden und Lehrenden zur Verfügung zu stellen. Dies erhöht die Transparenz und ermöglicht eine fundierte Qualitätssicherung. Nachfolgende Studierende können in der Vergangenheit geführte Diskussionen zu bestimmten Punkten einsehen. In den Gesprächen ermittelte Entwicklungsbedarfe werden so zudem systematisch aufgegriffen: Größere strukturelle Themen werden zunächst gesammelt, priorisiert und im Rahmen anstehender Reformprozesse berücksichtigt. Kleinere Anliegen – wie etwa Korrekturen im Musterstudienplan, die Anpassung von StudyCheck-Einträgen, die Vereinheitlichung von Antragsformularen oder die testweise Einführung digitaler Anmeldeverfahren – werden unmittelbar umgesetzt. Studiengangreviews: Geographie und Geowissenschaften Im Rahmen des Qualitätssicherungssystems der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurden 2019 periodische Studiengangreviews als zentrales Instrument zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre eingeführt. Diese zyklischen Überprüfungen dienen einer umfassenden Analyse der Stärken und Entwicklungspotenziale der Studiengänge und sind eng mit deren Re-Akkreditierung verknüpft. Die Reviews erfolgen in einem gestaffelten Verfahren nach Fachclustern und beziehen externe Gutachterinnen und Gutachter aus Wissenschaft und Berufspraxis sowie Studierende ein. Alle acht Jahre werden in den Reviews unter anderem die curriculare Struktur, didaktische Konzepte, Prüfungsformate sowie die Studienbedingungen extern bewertet. Die Ergebnisse fließen in eine strategische Gesamtbewertung zwischen Fakultätsleitung und Präsidium ein und münden in Zielvereinbarungen zur Weiterentwicklung der Studiengänge. Im Berichtszeitraum startete das Institut für Geographie mit insgesamt sechs Studiengängen den Reviewprozess (Laufzeit 3/2023–6/2025). Das Institut stellte eine Liste mit fünf externen Gutachterinnen und Gutachter zusammen (drei Hochschullehrende, eine Person aus der Berufspraxis und eine Studentin), welche durch den Rat der Fakultät beschlossen und vom Beirat der Fakultät ernannt wurden. Auf Basis akkreditierungsrelevanter Leitfragen verfasste das Institut für Geographie eine umfassende Selbstdokumentation, welche die Basis für die Vor-Ort-Gespräche mit den Gutachterinnen und Gutachtern an zwei Tagen im Mai 2024 stellte. Alle Hochschullehrenden des Instituts, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vorrangig in die Lehre eingebunden sind, sowie Studierende jedes Studiengangs diskutierten mit der Gutachtergruppe u. a. über die Profilbildung der Studiengänge und deren QualifikatiVor-Ort-Gespräche im Rahmen des Studiengangreviews Geographie im Mai 2024. Foto oben: Diskussionsrunden fanden u.a. im Senatssaal der Uni Jena statt. Foto: Claudia Hilbert/Uni Jena. Foto unten: Gruppenbild der Reviewgruppe mit den Gutachterinnen und Gutachtern sowie mit Vertreterinnen und Vertretern des Instituts für Geographie. Foto: Anne Bärwinkel/Uni Jena 16 — STUDIUM, LEHRE UND BERUFSAUSBILDUNG
RkJQdWJsaXNoZXIy OTI3Njg=