Jahresbericht 2022-2024

onsziele sowie über die Ausgestaltung der Studiengangkonzepte. Weiterhin wurden Fragen zur Lehr- und Lernkultur, Studierbarkeit, Diversität und Gleichstellung sowie zur Qualitätsentwicklung und zum Studienerfolg thematisiert. Darüber hinaus fanden Besichtigungen der Lehrräume sowie interne Abstimmungen der Reviewgruppe statt, um die gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren und Entwicklungsperspektiven für die Studiengänge zu erarbeiten. Den Abschluss bildete ein Feedbackgespräch, in dem erste Ergebnisse zusammengefasst und weitere Schritte besprochen wurden. Das anschließend verfasste Gutachten bestätigt die hohe Qualität der geographischen Studiengänge und hebt insbesondere die enge Verzahnung von Forschung und Lehre, die starke Interdisziplinarität sowie den ausgeprägten Praxisbezug durch Exkursionen und Praktika hervor. Auch die moderne technische und räumliche Ausstattung erhielt positive Bewertungen, wenngleich die räumliche Trennung der Professuren auf zwei Standorte im Stadtzentrum als suboptimal kritisiert wurde. Gleichzeitig wurden Herausforderungen identifiziert, darunter die den hohen Studierendenzahlen, insbesondere im Lehramtsbereich, nicht angemessene personelle Ausstattung. Die Gutachtergruppe empfahl, die Planbarkeit und Flexibilität der Studienorganisation zu verbessern, berufsvorbereitende Elemente stärker in das Curriculum zu integrieren und die Internationalität weiter zu fördern. Abschließend betonte das Gutachten die herausragenden Stärken der Studiengänge – insbesondere die ausgeprägte Forschungsorientierung, das bundesweit profilbildende Methodenstudium mit starkem Schwerpunkt auf Geoinformatik und Fernerkundung, die hohe Flexibilität und Individualisierungsmöglichkeiten im Studienverlauf sowie die exzellenten Arbeitsmarkt- und Praxisbezüge. Es sprach sich dafür aus, diese weiter zu nutzen und gezielt Maßnahmen zur Bewältigung der identifizierten Herausforderungen zu ergreifen. Mit dem Abschlussgespräch zwischen Fakultäts- und Institutsleitung sowie dem Präsidium der Universität im Juni 2025 werden konkrete Maßnahmen und Zeitpläne für die Umsetzung festgelegt. Damit erhalten die geographischen Studiengänge ihre Akkreditierung für weitere acht Jahre. Im Oktober 2024 begann der Studiengangreview am Institut für Geowissenschaften, der voraussichtlich im August 2026 mit dem Strategiegespräch zwischen Präsidium, Fakultät und Institut abgeschlossen sein wird. Zwischenbilanzbefragungen Im Wintersemester 2023/24 nahmen Studierende aller an der CGF angebotenen Studiengänge an der Zwischenbilanzbefragung teil. Diese dient der Erhebung von Bewertungen zu Veranstaltungsqualität, Organisation, Prüfungsorganisation, Arbeitsklima, Dozierenden, Workload, Kompetenzen, Zufriedenheit, Rahmenbedingungen. Die Teilnahmequote lag durchschnittlich bei etwa 30 Prozent. Eine positive Ausnahme stellt der B.Sc. Biogeowissenschaften dar: Infolge gezielter Werbung und eingeräumter Zeitslots zum Ausfüllen des Fragebogens konnte eine Teilnehmerquote von 62 Prozent erreicht werden. In allen vier Bachelorstudiengängen überwiegen gute bis sehr gute Einschätzungen. Kritisiert wurden die Bereiche Organisation und Prüfungsorganisation insbesondere im B.Sc. Biogeowissenschaften (vermutlich aufgrund der herausfordernden Absprachen zwischen der Fakultät für Biowissenschaften und der CGF, welche beide das Lehrangebot stellen) sowie der Workload im B.Sc. Chemie, der aufgrund der Vielzahl an Praktika eine hohe Präsenzzeit im Labor erfordert. Die Studierenden konnte in der Befragung Schulnoten für ihren Studiengang vergeben. Diese bewegen sich für die Bachelorstudiengänge an der CGF zwischen 2,1 und 2,2. Bei den Masterstudiengängen stachen der Master Chemistry of Materials und der Master Chemische Biologie mit Noten von 1,8 bzw. 1,6 hervor. Alle anderen Masterstudiengänge erhielten Noten zwischen 2,0 (Geowissenschaften) und 2,4 (Geographie). Die Master Geographie und Geoinformatik zeigen Verbesserungsbedarf bei Organisation, Prüfungsorganisation und Rahmenbedingungen. Im Lehramt wurde Geographie in Studierende aller CGF-Studiengänge nahmen im Wintersemester 2023/24 an den Zwischenbilanzbefragungen teil — eines von drei zentralen Instrumenten der Studiengangsevaluation an der Universität Jena. Foto: Carolin Thiel STUDIUM, LEHRE UND BERUFSAUSBILDUNG — 17

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