NACHHALTIGKEIT — 201 Das Thema „Nachhaltigkeit“ wird von vielfältigem persönlichen Engagement getragen. Viele Fakultätsmitglieder haben sich an der Entwicklung der universitären Nachhaltigkeitsstrategie beteiligt, die Ende 2024 verabschiedet wurde. Claudia Hilbert, Mitarbeiterin im Dekanat, arbeitet seit Frühjahr 2024 zusätzlich im Green Office der Universität. Dies sind einige weitere Aktivitäten: Lehrangebote zu Nachhaltigkeit Lehrende entwickeln zunehmend Lehrangebote, die sich explizit mit Nachhaltigkeit befassen. So dienten die durch die AG Runkel angebotenen Exkursionen nach Brasilien (SoSe 2022) und Kirgistan (SoSe 2024) der Sensibilisierung für globale Umweltgerechtigkeit. Das Modul „GEOG 535 — Studienprojekt Geoökologie“ beinhaltet seit SoSe 2023 ein interdisziplinäres Studienprojekt zu Nachhaltigkeit und wird im Co-Teaching-Modell von Prof. Dr. Roland Zech (Physische Geographie) und Prof. Dr. Sina Leipold (Umweltpolitik) angeboten. Im SoSe 2024 hat die Uni Jena das „Zertifikatsprogramm Nachhaltigkeit“ für Studierende und Promovierende eingeführt. Dr. Karsten Gäbler hat das Programm im Rahmen des Thüringer Wasserinnovationsclusters ThWIC entwickelt und koordiniert es seither. Mehrere Lehrveranstaltungen an der Fakultät sind in das Programm integriert, z. B. das Modul von Prof. Dr. Beate Michalzik und Florian Achilles „GEOG 332 — Erfassung und Bewertung von Ökosystemprozessen und -funktionen“, das eine Shortlist-Platzierung für den Lehrpreis 2024 der Uni Jena erreichte (siehe S. 19 und 149). Im WiSe 2023/24 widmete sich das Studium Generale dem Thema Nachhaltigkeit, wobei Prof. Dr. Sebastian Henn einer der Referenten war. „Thüringen lehrt und lernt nachhaltig“ Im Frühjahr 2024 startete das von der Carl-ZeissStiftung geförderte Projekt „Thüringen Lehrt und Lernt Nachhaltig“ (ThüLeNa). Ziel des an sieben Thüringer Hochschulen angesiedelten Vorhabens ist es, Nachhaltigkeit als zentrales Element in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen zu verankern. Das Teilprojekt an der Uni Jena widmet NACHHALTIGKEIT sich der Erstellung von Lehrmaterialien und Weiterbildungsangeboten für Lehrende. Dr. Karsten Gäbler von der AG Stelter war maßgeblich an der Entwicklung des Projektes beteiligt. Nachhaltigkeit in der Forschung Es gibt zahlreiche Forschungsprojekte mit Nachhaltigkeitsbezug (vgl. Kapitel Forschung ab S. 24) und Bestrebungen, den Forschungsprozess nachhaltiger zu gestalten. Beispiele sind: Entwicklung einer neuen Aufbereitungsmethode für Mikrofossilien in Kalken bei Vermeidung von grundwasserschädlichen Stoffen (AG Frenzel), Entwicklung einer wässrigen Herstellungsmethode für LNPs mit genetischem Material, so dass keine organischen Lösungsmittel mehr benötigt werden (AG Träger), Beteiligung an einem Projekt mit dem Ziel, Plastikkartuschen der handelsüblichen Lateral-FlowPOC-Schnelltests durch abbaubares Bioplastik zu ersetzen (AG Ehricht), Workshops und Buchpublikation zur Rolle von Ethik und Menschenrechten in der Geographiedidaktik (AG Dickel), Entwicklung eines Online-Kurses „Towards Zero Hunger“ im Rahmen der Plattform EO-College (AG Schmullius). Broschüre zum Begriff „Nachhaltigkeit“ Der Geograph Dr. Karsten Gäbler und der Biologiedidaktiker apl. Prof. Dr. Uwe Hoßfeld haben im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung eine Broschüre „Nachhaltigkeit“ verfasst. Erschienen ist sie im Sommer 2023. EC2U Autumn School und Klimaspaziergang Die AG Geoinformatik hat im Oktober 2023 im Rahmen der Hochschulallianz EC2U eine Autumn School „Geographic Data Science for Sustainability“ veranstaltet. Vermittelt wurden Methoden der Geographic Data Science und des Machine Learnings mit Fokus auf Nachhaltigkeitsfragen und die Sustainable Development Goals der UN. Doktorand Pascal Schlechtweg und Studentin Svenja Hoffmann haben zudem im Rahmen von EC2U einen Klimaspaziergang über städtische Wärmeinseln und Klimaanpassung in Jena angeboten und u.a. über die App Komoot veröffentlicht.
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