STUDIUM, LEHRE UND BERUFSAUSBILDUNG — 21 Die Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet ein breites Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten und bildet in insgesamt 12 verschiedenen Ausbildungsberufen aus. Die Ausbildung von Chemielaboranten wurde seit 2003 durch Angela Jacobs, koordiniert, die auch die Auszubildenden zum Biologielaboranten betreute. 2023 erfolgte ein personeller Wechsel: Die beiden Berufsausbildungen werden seitdem durch zwei Ausbilderinnen betreut: Regina Floderer an der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät für die Chemielaboranten und Stefanie Müller-Kröckel an der Fakultät für Biowissenschaften für die Biologielaboranten. Es werden jährlich zwei Chemielaboranten bzw. Chemielaborantinnen ausgebildet. Dabei handelt es sich um eine duale Ausbildung mit einer Gesamtdauer von 3,5 Jahren. Die praktische Ausbildung findet an der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät statt: Die Auszubildenden sind während ihrer Ausbildung in verschiedenen Laboren der Fakultät tätig — sowohl im Bereich Chemie als auch in den Bereichen Geographie und Geowissenschaften. Die theoretischen Kenntnisse werden am Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrum Jena-Göschwitz vermittelt sowie in der Bildungsstätte Nünchritz. Die Fakultät ist bestrebt, die Organisation und den Inhalt der Ausbildung stetig weiterzuentwickeln und zu verbessern. 2024 wurde eine umfangreiche Infobroschüre („Azubi-Wiki“) erstellt, die den neuen Auszubildenden den Einstieg in die Ausbildung und den Universitätsalltag erleichtern soll. Seit August 2024 gibt es im Gebäude des Döbereiner Hörsaals eigene Laborarbeitsplätze für die Auszubildenden. 2024 fand zudem erstmals eine Festveranstaltung im kleinen Rahmen statt, bei der die Abschlusszeugnisse überreicht und die Auszubildenden feierlich verabschiedet wurden. Chemielaboranten sind zentrale Stützen der Forschung. Sie arbeiten in internationalen Forschungsgruppen, sind erfahren im Umgang mit Duale Berufsausbildung zum Chemielaborant (m/w/d) technischen Geräten und übernehmen die Organisation der Labore. Sie sind maßgeblich daran beteiligt, Forschung mit ihrer Expertise im Labor voranzutreiben. Ihre Aufgaben umfassen unter anderem die Untersuchung von Stoffen, die Analyse chemischer Verbindungen sowie die Planung und Durchführung von Experimenten. Im Berichtszeitraum absolvierten vier junge Menschen erfolgreich die Ausbildung zum Chemielaboranten an der Universität, vier weitere haben ihre Ausbildung begonnen. Einen besonderen Erfolg gab es 2024: Laura Bischoff, die im März 2024 ihre Ausbildung beendet hat, gehörte nicht nur zu den Prüfungsbesten der IHK Ostthüringen, sondern wurde zudem als Landesbeste in ihrem Beruf ausgezeichnet (siehe Foto unten). Um Schülerinnen und Schüler auf das Ausbildungsangebot aufmerksam zu machen, wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt: So waren die Ausbilderinnen für die Berufe Chemie- und Biologielaborant gemeinsam auf regionalen Berufsmessen und anderen Veranstaltungen präsent, wie zum Beispiel auf der Berufsmesse Kahla und beim MINT-Festival Jena 2023. Zudem werden regelmäßig Schulbesuche durchgeführt. Foto oben: Zwei Auszubildende an ihrem Laborarbeitsplatz im Gebäude des Döbereiner Hörsaals. Foto unten: Laura Bischof (2.v.l.) wurde 2024 als Landesbeste in ihrem Beruf ausgezeichnet. Die Auszeichnung überreichten ihr Falko Gaudig (links) und Matthias Säckl (rechts) von der IHK Ostthüringen gemeinsam mit Ausbilderin Regina Floderer (2.v.r.) im Rahmen eines Festaktes für die besten Auszubildenden 2024 der IHK Ostthüringen am 8. November 2024 in Pößneck. Fotos [2]: Regina Floderer
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