FORSCHUNG — 43 und deren Kooperation sich als äußerst fruchtbar erwiesen hat. Die bisherigen Erfolge des ThWIC zeugen davon, dass alle beteiligten Parteien von dieser Zusammenarbeit aufs Höchste profitieren. Die 24 Projekte des ThWIC gliedern sich hierbei in vier Innovationsfelder sowie mehrere Innovationsunterstützende Maßnahmen: Das Innovationsfeld „Wasser Analysieren“ beschäftigt sich mit der Entwicklung von chemisch-technischen Lösungen für die künftige digitale Wasseranalytik. Das Innovationsfeld „Wasser Reinigen“ realisiert innovative Reinigungsverfahren für Wasser, die Projekte des Innovationsfelds „Wasser Bewerten“ schaffen ein handhabbares System der Wasserbewertung, während die Projekte des Innovationsfelds „Wasser Verstehen und Erklären“ sich der Gewinnung und Vermittlung von Wissen über Wasser widmen. Die Innovationsunterstützenden Maßnahmen des ThWIC unterstützen den Transfer über alle Pfade, also die Zusammenarbeit innerhalb des Clusters und die Vernetzung mit der Gesellschaft. Fortschritt und Erfolge Nach den ersten beiden Förderjahren kann ThWIC bereits auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. Neben zahlreichen Publikationen und Zitationen haben Vorträge auf Fachkonferenzen, Tagungen und Symposien sowie die Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen national und international für eine zunehmende Sichtbarkeit gesorgt. Die langfristig angelegten Entwicklungsmaßnahmen und effektiven Verwertungspfade haben bereits jetzt positive Auswirkungen auf die Clusterregion in Mitteldeutschland, und die Innovationen setzen technologische und sozialwissenschaftliche Impulse. Das Technology Readiness Level der ThWIC-Technologien wächst ebenso wie die Nachfrage in der regionalen Wirtschaft, und die wachsende Zahl an Kooperationsanfragen zeigt den gesellschaftlichen Mehrwert, den ThWIC bringt. Durch den Aufbau dauerhafter Infrastrukturen, die Fachkräfteförderung durch Qualifikationsangebote und Arbeitsmarktimpulse durch die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Netzwerkarbeit agiert ThWIC bewusst nachhaltig und sorgt so auf lange Sicht für einen Wissenstransfer von universitärer Spitzenforschung durch Informations- und Bildungs- sowie Outreachmaßnahmen. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die Einrichtung des Zertifikationsprogramms und die Etablierung der Ringvorlesung Nachhaltigkeit an der Friedrich-Schiller-Universität, die beide an der CGF beheimatet sind (Seite 201). Zu den vielversprechenden chemisch-technischen Ergebnissen des ThWIC zählt auch ein digitaler, elektrochemischer Sensor für die organische Belastung von Abwässern (CSB). In kürzester Zeit wurde hier durch den gebündelten Ansatz mehrerer KMU eine hohe Prototypenreife erreicht. Der Sensor, der in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Technische Chemie und Umweltchemie entwickelt wird, kann die Qualitätsbewertung von Abwasser revolutionieren. Entsprechend groß ist das Interesse bei Industrie und Wasserbetrieben. Darüber hinaus hat ThWIC insgesamt fast 1 Million Euro an weiteren Fördermitteln für Projekte wie Methods4Impact, ThWIC Lab Future und „Learning With Water: Between Land-Based Learning and E-Portfolio“ sowie für das Symposium „Wasser als öffentliche Angelegenheit – Water Literacy“ eingeworben – Projekte, die an der Fakultät insbesondere Kompetenzen und Strukturen aufbauen, um Innovationsprozesse besser als bisher in die Gesellschaft zu tragen. Für die zweite Umsetzungsphase der Zukunftsclusterförderung, die bei erfolgreicher Antragstellung im Jahr 2026 startet, wird derzeit die Strategie des ThWIC weiterentwickelt, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu vertiefen und das Netzwerk zu verstetigen. Durch die Erhöhung des technologischen Reifegrads der ThWICInnovationen, neue Bildungs- und Beratungsangebote und den gezielten Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft profitiert auch die Fakultät als wichtiger Partner des Clusters nachhaltig von dieser Förderung. Kontakt: Prof. Dr. Michael Stelter, ThWIC-Sprecher, thwic@uni-jena.de Abb. 1. Wasseranalyse im Klärwerk Jena im ThWiCProjekt KontiMonit. Foto: Jens Meyer
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