Jahresbericht 2022-2024

42 — FORSCHUNG Thüringer Wasser-Innovationscluster (ThWIC) Innovationscluster ThWIC erhält seit 2023 Förderung des Bundesforschungsministeriums in Millionenhöhe Der Thüringer Wasser-Innovationscluster (ThWIC), koordiniert von Prof. Dr. Michael Stelter (Institut für Technische Chemie und Umweltchemie), ist einer der 15 bundesdeutschen Zukunftscluster. ThWIC schafft mit 24 Forschungsprojekten und 28 Partnern aus Forschung, Industrie und Verbänden einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser und erfüllt damit die Zukunftsclusterstrategie, die auf Strukturen für zukunftsweisende Forschung, inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit und auf Transfer und der Schaffung neuer Wertschöpfungsketten beruht. Eine Expert*innenjury wählte in zwei Bewerbungsphasen unter 117 Bewerbungen den Thüringer Wasser-Innovationscluster als eines von 15 Projekten unter die Finalisten der Konzeptionsphase und schließlich zu einem von sieben Zukunftsclustern, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der 2. Wettbewerbsrunde gefördert werden. Die Höhe der durch das BMBF bereitgestellten Fördersumme beläuft sich dabei seit Beginn der ersten Förderphase im Jahr 2023 auf 15 Millionen Euro, neben denen der ThWIC zusätzlich weitere externe Fördermittel eingeworben hat. Bei einer erfolgreichen Bewerbung für die zweite und dritte Förderphase werden bis 2032 weitere 30 Millionen Euro Fördermittel durch das BMBF bereitgestellt. Prof. Dr. Michael Stelter stellt hierbei ein wichtiges Bindeglied in der internen und externen Kooperation der Fakultät dar, in seinen Funktionen als Professor am Institut für Technische Chemie und Umweltchemie, als Direktoriumsmitglied des CEEC Jena, als Mitglied der Institutsleitung des Fraunhofer IKTS und als Clustersprecher des ThWIC. Neben Kollegen aus der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät (Prof. Dr. Kukowski, Prof. Dr. Pohnert, Prof. Dr. Steinbeck, Prof. Dr. Schacher) sind weitere Arbeitsgruppen aus anderen Fakultäten (Soziologie, Datenwissenschaften, Kulturwissenschaften) sowie weitere außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die ErnstAbbe-Hochschule, das Universitätsklinikum sowie die Bauhaus Universität Weimar in den ThWIC akademisch eingebunden und mit der ChemischGeowissenschaftlichen Fakultät interdisziplinär vernetzt. Der ThWIC im Überblick ThWIC verfolgt in seiner Arbeit drei maßgebliche Ziele: Die Schaffung neuer Ansätze zur sicheren Wasserversorgung mithilfe einer neuen digitalen Datenbasis von Wasser und neuen, smarten Reinigungsverfahren für Emerging Pollutants, das Etablieren eines integrierten Water Assessments mithilfe einer Bewertung und Beratung für smartes Decision Making unter Berücksichtigung von naturwissenschaftlichen und soziologischen Kriterien, und eine Wirkung in Wirtschaft und Gesellschaft zum Zweck eines Aufbaus von Water Literacy und dem Aufbau von Kompetenzen für eine neue industrielle Wagniskultur. Die Arbeit mit mehr als 20 Partnern verfolgt dabei einen holistischen Ansatz und den stetigen Aufbau von inter- und transdisziplinären Kompetenzen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und den Transfer zwischen unterschiedlichen Clusterpartnern. Die Clusterpartner, die in den Projekten zusammenarbeiten, stammen als KMU oder Partner aus akademischen Einrichtungen aus verschiedenen Fachtraditionen und bringen verschiedene Hintergründe, Herangehensweisen und Anforderungen mit, die es zu vereinen gilt Abb. 1. Automatisierte, robotergestützte Analytik von Wasserschadstoffen. Foto: Annegret Kolarow

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