46 — FORSCHUNG Der Sonderforschungsbereich 1375 „NOA – Nichtlineare Optik auf Atomaren Skalen“ startete am 1. Juli 2023 in die zweite, vierjährige Förderphase. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den SFB mit rund elf Millionen Euro. Das interdisziplinäre Team um Prof. Dr. Stefanie Gräfe und Prof. Dr. Ulf Peschel (PhysikalischAstronomische Fakultät) erforscht grundlegende nichtlineare optische Prozesse der Licht-MaterieWechselwirkung bis zur atomaren Ebene. Dazu wurden in der ersten Förderphase erfolgreich theoretische Methoden, Verfahren und numerische Schemata entwickelt und angewendet sowie künstliche, mit atomarer Präzision geformte Materie wie atomar dünne und quasi-zweidimensionale Schichten, auch bekannt als 2D-Materialien, eindimensionale Nanodrähte und -partikel oder Quantenpunkte und deren nichtlineare Wechselwirkung mit Licht experimentell untersucht. Nachdem diese Systeme einzeln analysiert und beschrieben wurden, wird NOA in der zweiten Förderphase Systeme mit gemischter Dimensionalität untersuchen: Dazu gehören u. a. chemisch oder elektronisch modifizierte Nanodrähte oder - folien, Einzelphotonenemitter in 2D-Materialien oder atomar dünn geschichtete Materialien. Das Ziel dabei ist es, die jeweilige nichtlineare optische Antwort maßzuschneidern. Neu im SFB sind Forschungen auf dem Gebiet der Quantenoptik. Darüber hinaus wird die Vermittlung der neuen Erkenntnisse an die breite Öffentlichkeit ein weiteres Ziel in der zweiten Förderphase sein. Entwickelt werden soll ein attraktives didaktisches Konzept sowohl für das allgemeine Publikum als auch für die Schule. Dazu wird der das Forschungsteam des SFB u. a. mit dem Deutschen Optischen Museum zusammenarbeiten. „Mit diesem kombinierten Ansatz wird NOA in der Lage sein, neue Paradigmen für die nicht lineare Optik bis zu atomaren Maßstäben zu etablieren, und Wenn Licht auf ein Atom trifft SFB NOA wird mit elf Millionen Euro von der DFG weitergefördert—Zweite Förderphase startete im Juli 2023 dies nicht nur im Hinblick auf Grundlagen, sondern auch auf Anwendungen“, so die NOA-Sprecherin Prof. Dr. Stefanie Gräfe. Im Rahmen von NOA arbeitet die Universität Jena mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik sowie dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien in Jena, aber auch mit der Humboldt-Universität Berlin und der Technischen Universität München zusammen. Oben Experimente zu nichtlinearen optischen Effekten in einem Labor der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Unten Prof. Dr. Stefanie Gräfe ist neue Sprecherin des gerade verlängerten Sonderforschungsbereichs der Universität Jena. Fotos [2]: Jens Meyer SFB 1507 — Proteinverbünde und Maschinerien in Zellmembranen (seit 2022): Ziel ist die Erforschung der Funktion und Organisation von Proteinkomplexen in der Zellmembran – von ProteinVerbünden über zelluläre Maschinen bis zu Superkomplexen. Prof. Dr. Ute Hellmich (IOMC) ist mit einem Teilprojekt beteiligt. SFB 1585 — MultiTrans (seit 2023): Ziel ist, das Transportverhalten von Ionen, Moleküle, Elektronen und Wärme in nanostrukturierten Funktionsmaterialien zu erforschen, zu verstehen und zu kontrollieren. Prof. Dr. Birgit Weber (IAAC) ist mit einem Teilprojekt und einem Graduiertenkolleg beteiligt. Neue Sonderforschungsbereiche, an denen die CGF beteiligt ist:
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