FORSCHUNG — 47 „Unser gemeinsames Ziel ist es, künstliche Chloroplasten zu entwickeln und mit ihnen Photosynthese zu betreiben, um so Wasserstoff zu gewinnen“, sagt Dr. Jacob Schneidewind. Es gehe darum, ein möglichst breites Lichtspektrum Die Geheimnisse der künstlichen Photosynthese entschlüsseln Nachwuchs-Forschungsgruppe um Dr. Jacob Schneidewind startet DFG-Projekt zur Wasserstoffgewinnung auszunutzen und dabei preisgünstige Ausgangsstoffe einzusetzen. Der NachwuchsgruppenLeiter koordiniert das Forschungsprojekt „ZweiPhotonen Wasserspaltung für die Realisierung gekoppelter Photokatalyse“ und wird dafür von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 325.000 Euro gefördert. Das Projekt ist Teil des Sonderforschungsbereichs „CataLight“. Projektstart war im Juli 2024. Zwei-Photonen Wasserspaltung ist ein Ansatz, welcher ganzheitliche Wasserspaltung mit nur einem Typ von Metallkomplex ermöglicht über die aufeinanderfolgende Absorption von zwei Photonen durch unterschiedliche Reaktionsintermediate. Das Projekt zielt darauf ab, die methodische Grundlage zur Generalisierung dieses Ansatzes aufzubauen, die Reaktivität auf Nichtedelmetalle zu übertragen und Synergien mit Polymermatrizen zu erkunden. Ziel eines neuen Forschungsprojekts von Dr. Jacob Schneidewind ist es, künstliche Chloroplasten zu entwickeln und mit ihnen Photosynthese zu betreiben, um so Wasserstoff zu gewinnen. Foto: Jens Meyer Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt „FuncHeal“ der Friedrich-SchillerUniversität Jena für vier Jahre mit rund 3,5 Millionen Euro. In dem Konsortium unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich S. Schubert arbeiten Forschende aus drei Uni-Instituten in insgesamt sechs Teilprojekten. FuncHeal steht für „Die nächste Generation von Selbstheilungsmaterialien – Wiederherstellung von elektronischen, optischen und Transporteigenschaften in weichen Materialien zur Speicherung und Umwandlung von Energie“. Ziel ist es, eine neue Generation selbstheilender Materialien zu entwickeln, die nicht nur mechanische Beschädigungen reparieren können, sondern auch funktionale Eigenschaften wiederherstellen. Die neue Forschungsgruppe hat im Frühjahr 2022 ihre Arbeit aufgenommen. Materialien, die die Forschungsgruppe entwickelt, sollen vor allem in flexiblen Energiespeicher- und -umwandlungsmaterialien zum Einsatz kommen. „Die Herausforderung besteht hierbei in der Komplexität und der Zusammensetzung der Materialien, da sie nicht nur aus einer, sondern aus einer Vielzahl von verschiedenen Komponenten bestehen“, sagt Prof. Schubert. Anders als bei bisherigen Ansätzen selbstheilender Materialien gehe es nicht nur darum, Risse und andere mechanische Beschädigungen zu heilen, so Batterien und Solarzellen mit Selbstheilungskräften Interdisziplinäres Team der Universität Jena wirbt Förderung für eine neue Forschungsgruppe von der DFG ein Schubert. „Es soll auch möglich sein, Funktionen und Eigenschaften gezielt wiederherzustellen, beispielsweise die Leitfähigkeit von Elektrodenmaterialien in Batterien oder die optischen Eigenschaften von organischen Solarzellen.“ In dem Konsortium sind Forschende aus den Bereichen Materialwissenschaft sowie Expertinnen und Experten für Batterien und Superkondensatoren sowie für Solarzellen und funktionale Farbstoffe vertreten. Dr. Martin Hager aus dem FuncHeal-Team präsentiert flexible organische Solarzellen und Polymerbatterien. Die in der neuen Forschungsgruppe entwickelten selbstheilenden Materialien sollen für solche Anwendungen zum Einsatz kommen. Foto: Jens Meyer
RkJQdWJsaXNoZXIy OTI3Njg=