Jahresbericht 2022-2024

58 — FORSCHUNG Mitteldeutsche Biodiversitätsforschung verstetigt Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) erhält seit dem 1. Oktober 2024 dauerhaft finanzielle Unterstützung von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie den tragenden Institutionen, darunter die Uni Jena. Zuvor erfolgte die Grundfinanzierung durch die DFG. Mit dem neuen Finanzierungsmodell ist die Zukunft der mitteldeutschen Biodiversitätsforschung gesichert. Mehr zum iDiv siehe S. 37. Messen Die Universität Jena präsentiert sich jährlich bei der Hannover Messe am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ — regelmäßig sind auch Forschende der CGF dabei. Der ThWIC (siehe S. 42-43) war 2022, 2023 und auch 2024 mit verschiedenen Exponaten vertreten. Zudem präsentierten in allen drei Jahren Teams um Prof. Dr. Martin Oschatz, Prof. Dr. Ulrich S. Schubert und Prof. Dr. Michael Stelter innovative Batterietechnik. 2024 war zudem das Gründungsprojekt „in|stead“ (siehe S. 59) am Messestand vertreten. Die Fakultät beteiligte sich zudem am Digital-Gipfel der Bundesregierung 2023: Dieser fand am 20. und 21. November in Jena statt. Neben dem Hauptprogramm für geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm für die Öffentlichkeit, unter anderem mit einem „Markt der digitalen Möglichkeiten“ am Campus Ernst-Abbe-Platz. Die Besucherinnen und Besucher konnten dort Einblick in innovative digitale Technologien für verschiedene Lebensbereiche wie Gesundheit, Umweltschutz, Mobilität und Arbeitswelt erhalten. Mit einem Exponat, einem Vortrag oder einem anderen Beitrag vertreten waren unter anderem das Konsortium NFDI4Chem, das Michael Stifel Center, das Schumpeter-Zentrum, die ELLIS Unit Jena und das Thüringer Wasser-Innovationscluster. Das wecare-Bündnis entwickelt Digitalisierungslösungen, die zur besseren Gesundheitsversorgung in strukturschwachen Regionen Thüringens beitragen. Ziel ist es, regionale Wertschöpfung und Beschäftigung im Gesundheitssektor zu fördern und so eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung der Bevölkerung nachhaltig zu sichern. Wecare ist eine Initiative des Uniklinikums Jena (UKJ) und der Friedrich-SchillerUniversität, beteiligt sind mehr als 200 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Geleitet wird wecare von Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius (UKJ) und Prof. Dr. Sebastian Henn (Professur für Wirtschaftsgeographie). Das BMBF (bzw. seit 2025 BMFTR) fördert das Projekt von Oktober 2021 bis Dezember 2028 mit 15 Millionen Euro. Die wecare-Partner konnten im Berichtszeitrum zahlreiche Projekte anstoßen. Den Startschuss machten im April 2022 die fünf Projekte TEAM, POWER, Vital@Home, InfarctCare und Outreach 2.0. TEAM ist ein Akronym für Telemedizinische E-Health-Ansätze für Menschen mit Demenzerkrankungen und hat das Ziel, kognitiv eingeschränkte PatientInnen zu unterstützen. Bei POWER steht die patientenorientierte Weiterbildung in strukturschwachen Regionen am Beispiel des Weimarer Lands im Fokus. Vital@Home adressiert die berührungslose Aufnahme von Vitalparametern und Telediagnostik im häuslichen Umfeld. InfarctCaRe und Outreach 2.0 befassen sich mit intensivmedizinischen Fällen. Um den Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, Pflegekräften, lokalen Kreisvolkshochschulen, Politikerinnen und Politikern und weiteren Multiplikatoren voranzutreiben, organisierte das wecare-Bündnis im Berichtszeitraum verschiedene Veranstaltungen. Beispiele sind die Regionalkonferenz im Schwarzatal im Juli 2022, der Fokustag Telemedizin Apolda im Juni 2024 und die Thüringen-Tour mit dem DigiMobil durch acht Thüringer Städte und Landkreise im September 2024. Außerdem war wecare zu Gast bei verschiedenen Messen und Konferenzen, darunter Europas größte E-Health-Messe DMEA, der Digital-Gipfel der Bundesregierung 2023 in Jena, die Thüringer Gesundheitsmesse sowie dem future of health xperience x Gesundheitskongress Mitteldeutschland in Leipzig 2024. Beim Thüringer Digitalpreis 2023 hat wecare zudem den 2. Platz erreicht. Der Preis richtet sich an Unternehmen, Institutionen sowie Privatpersonen aus Thüringen und zeichnet neuartige digitale Geschäftsmodelle, Anwendungen, Produkte oder Open-Source-Lösungen aus. Mehr zu wecare siehe Seite 146. wecare-Bündnis — Intelligente sensorische Telemedizin für die ganzheitliche Gesundheitsversorgung in strukturschwachen Regionen Thüringens

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