Physische Geographie mit Schwerpunkt Bodenkunde Prof. Dr. Beate Michalzik Forschungsschwerpunkte • Auswirkungen von Ökosystemstörungen (Feuer, Insektenmassenvermehrungen, Dürren), Klimaänderungen, Biodiversität und Landnutzungsmanagement auf biogeochemische Stoffkreisläufe • Bedeutung und Charakterisierung von gelöster und partikulärer organischer Substanz (DOM, POM) im Stoffhaushalt terrestrischer Ökosysteme • Ökologische Stabilisierung von Waldökosystemen sowie Wirkungen von Baumartenwechsel, Strukturwandel durch Waldumbau und Totholz-Zersetzung auf Stoffumsatz und Mikroklima • Bodenkunde, Bodenarchäologie, Bodendegradation 148 — FORSCHUNG Der DFG-Sonderforschungsbereich 1076 „AquaDiva - Understanding the Links Between Surface & Subsurface Biogeosphere“ (Webseite: www.aquadiva.uni-jena.de), beschäftigt sich mit der Frage, wie Wasser die ober- und unterirdischen Lebensräume der „Critical Zone“ miteinander verbindet und die physikochemischen Eigenschaften und funktionelle Diversität der unterirdischen Lebensgemeinschaften und -räume formt. In der dritten Projektphase (2021-2025) wird in Kooperation mit Prof. Römermann (Biodiversität der Pflanzen, Uni Jena) die Bedeutung unterschiedlicher Baumkronenstrukturen und die funktionelle Diversität der Bodenvegetation für die DFG-SFB „AquaDiva“, Teilprojekt B01 „Interactions of Forest Structure and Plant Functional Biodiversity as Drivers of Water, Organic Matter, and Nutrient Fluxes” ökosystemare Wasser- und Elementdynamik untersucht. Der Fokus liegt auf der räumlichzeitlichen Variation der Wasser-, organischen Substanz- und Nährstoffflüsse in Waldökosystemen und deren kleinräumige Heterogenität entlang von Waldstrukturgradienten zwischen und innerhalb von Waldbeständen (Abb. 1). Der Einfluss unterschiedlicher Kronenraumstrukturen auf die Wasserspeicherung im Kronendach sowie auf den Zeitpunkt des Wasser- und Nährstoffeintrages mit dem Stammabfluss und dem Kronendurchlass wurde mit Hilfe sequentieller Probenehmer zeitlich hoch aufgelöst (minütlich) erfasst. In Kooperation mit Prof. Luitgard Schwendenmann (DFG Mercator Fellow, Auckland University, Neuseeland) werden die stabilen Wasserisotope als natürliche Tracer im Wasserkreislauf genutzt, um die Herkunft von Wasserkomponenten in den Bäumen und der Bodenvegetation auf den Untersuchungsflächen zu charakterisieren. Abb. 1. Untersuchungsdesign zur Bestimmung saisonaler Veränderungen von Brutto- (ohne Wurzelaufnahme in frei-dränenden Lysimetern) und Netto- (mit Wurzelaufnahme über tensionsgesteuerte Lysimeter in Kooperation mit B02) Flüssen von Wasser und Nährstoffen in Abhängigkeit der Baumkronenstruktur in Fichten-, Buchen- und Kiefernbeständen der Saale– Elster-Sandsteinplatte (SESO) in Thüringen. Grafik: K. Potthast
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