Jahresbericht 2022-2024

FORSCHUNG — 41 Antrag für eine zweite Förderperiode Seit 2019 wird der Cluster durch die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert. Beteiligt sind Expert:innen aus Mikrobiologie, chemischer Biologie, Bioinformatik, Infektionsbiologie, Optik/Photonik, Biogeochemie, Geowissenschaften und Materialwissenschaften der Universität Jena (Leitung), des Universitätsklinikums Jena und acht weiterer Forschungseinrichtungen sowie seit 2024 dem neuen Max-Planck-Institut für Geoanthropologie. Da die erste Förderphase des Clusters im Dezember 2025 endet, hat die Universität Jena im August 2024 einen Folgeantrag auf eine zweite siebenjährige Förderperiode bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft gestellt. Das neue Konzept definiert drei übergeordnete Forschungsbereiche: In „Signals“ wird untersucht, wie Mikroben Signale erzeugen und verarbeiten und welche Auswirkungen sich für Gemeinschaftsdynamik ergeben. „Structures“ erforscht die Zusammensetzung und räumliche Struktur mikrobieller Gemeinschaften und deren Einfluss auf Funktion und Stabilität. „Transitions“ untersucht, wie mikrobielle Gemeinschaften zwischen verschiedenen Zuständen wechseln und damit die Funktion des Mikrobioms sowie die Gesundheit beeinflussen. Am 15. November 2024 wurde der Antrag vor einem internationalen Gutachterpanel in Bonn verteidigt. Die Förderentscheidungen für Exzellenzcluster werden am 22. Mai 2025 verkündet. Planetariumsfilm „Into the Microverse“ Neben der exzellenten Wissenschaft hat sich das Cluster auch der Wissenschaftskommunikation und der Bildungsarbeit verschrieben. Ein besonderes Beispiel dafür ist der 15-minütige Film „Into the Microverse“, der speziell für Planetarien entwickelt und mit dem renommierten Fulldome Audio Award ausgezeichnet wurde. Er veranschaulicht die wichtige Rolle von Mikroorganismen in verschiedenen Lebensräumen und kombiniert dabei visuelle Effekte mit einem immersiven Klangerlebnis. Der Film ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar und kann von Planetarien und Wissenschaftszentren weltweit kostenlos angefordert werden. Symposium „Microbes – Connecting Environment and Health“ in Berlin Am 1. und 2. Oktober 2024 veranstalteten die Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ (Uni Jena), „CMFI – Controlling Microbes to Fight Infections“ (Uni Tübingen) und „RESIST – Resolving Infection Susceptibility“ (Medizinische Hochschule Hannover) das Symposium „Microbes – Connecting Environment and Health“ in Berlin. Die Konferenz behandelte Themen wie antimikrobielle Resistenz, mikrobielle Gemeinschaften und die Bedeutung des Mikrobioms für die Gesundheit. Ein Highlight war die öffentliche Abendveranstaltung, bei der Wissenschaftler:innen der Cluster und externe Expert:innen aktuelle Herausforderungen der Infektionsforschung diskutierten. Neben Veronika von Messling (BMBF), Volker Stollorz (Science Media Center Germany) und Lothar H. Wieler (Hasso-Plattner-Institut) sprach Heike Brötz-Oesterhelt (CFMI) über Antibiotikaresistenz und neue Bekämpfungsstrategien, während Ilse Jacobsen (Microverse) die Bedeutung von Mikroorganismen in Umwelt und Körper verdeutlichte und Bodo Grimbacher (RESIST) die Funktionsweise des Immunsystems und dessen Relevanz für immungeschwächte Menschen erläuterte. Planetariumfilm „Into the Microverse“. Foto: Tina Peißker Szenen aus einem Labor. Foto: Anna Schroll Sprecher:innen der Cluster während des Symposiums „Microbes – Connecting Environment and Health“ am 1./2.10.24. (v.l.n.r.): Andreas Peschel (cfmi), Kirsten Küsel (Microverse), Reinhold Förster (RESIST). Foto: Svea Pietschmann Der QR-Code führt zur Aufzeichnung der Fishbowl-Diskussion während des Symposiums „Microbes – Connecting Environment and Health“ am 1./2.10.24.

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